Private Krankenversicherung: Was Sie wissen sollten
Was unterscheidet private von gesetzlichen Krankenversicherungen?
Die private Krankenversicherung (PKV) bietet individuelle Tarife, die sich an persönlichen Bedürfnissen orientieren. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zahlen Versicherte hier einkommensunabhängige Beiträge, die vom Leistungsumfang, Alter und Gesundheitszustand abhängen.
Für wen lohnt sich eine private Krankenversicherung?
Eine PKV lohnt sich vor allem für:
- Selbstständige und Freiberufler
- Angestellte mit Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze
- Beamte und Studierende mit besonderem Versorgungsanspruch
Wer Wert auf umfangreiche Leistungen, kürzere Wartezeiten und freie Arztwahl legt, profitiert häufig von einer privaten Absicherung.
Welche Vorteile bietet die PKV?
Leistungsstärke und Flexibilität: Versicherte können Leistungen individuell wählen – etwa Einbettzimmer im Krankenhaus, alternative Heilmethoden oder bessere Zahnersatzleistungen.
Beitragsrückerstattung: Wer keine Leistungen in Anspruch nimmt, erhält oft einen Teil seiner Beiträge zurück.
Lebenslange Leistungszusage: Einmal vereinbarte Leistungen können nicht einseitig gekürzt werden.
Gibt es auch Nachteile?
Ja, insbesondere im Alter können die Beiträge steigen. Daher ist eine langfristige Planung wichtig. Rücklagenbildung und Tarife mit Beitragsentlastung im Alter können diese Entwicklung abfedern.
Was sollte man beim Wechsel beachten?
Ein Wechsel zur privaten Krankenversicherung sollte gut überlegt sein. Wichtig ist:
- Gesundheitsprüfung ehrlich ausfüllen.
- Tarife und Anbieter sorgfältig vergleichen.
- Zusatzoptionen wie Pflege- oder Krankentagegeld prüfen.
Wer zurück in die gesetzliche Versicherung möchte, hat es später oft schwer – besonders ab 55 Jahren.
Zusammenfassung
- PKV bietet individuelle Tarife und erweiterte Leistungen.
- Ideal für Selbstständige, Beamte und Gutverdiener.
- Langfristige Kostenplanung und Tarifvergleich sind entscheidend.